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Ukraine: Der IT-Geheimtipp in Osteuropa

: 28.02.2008

Ihr klares Bekenntnis zu Europa und ihr eindrucksvolles Votum für Freiheit und Demokratie hatte die Ukraine bereits vor einigen Jahren an die Spitze der globalen Berichterstattung katapultiert. Mit dem Beitritt zur WTO ist Europas größter Flächenstaat noch näher herangerückt und nun auch aus ganz anderen Gründen im Gespräch: Hier präsentiert sich eine hochattraktive IT-Destination in Osteuropa, nur zwei Flugstunden von Frankfurt entfernt und den mitteleuropäischen Uhren um nur eine einzige Stunde voraus.

Dutzende von Städtepartnerschaften und kulturellen Austauschprogrammen verbinden Westeuropa, insbesondere die deutschsprachigen Länder, mit den wirtschaftlichen und geistigen Zentren der Ukraine. Eine skandinavische Firmengruppe hat Ende 2007 zwei große ukrainische Softwarehäuser mit zusammen mehr als 600 Mitarbeitern übernommen - die Orientierung des Westens zum großen europäischen Nachbarn Ukraine schreitet zügig voran. Eine große Osteuropa-Beratung hat der Ukraine erst Mitte 2007 bescheinigt, „zweifellos das attraktivste Outsourcing-Zielland in Osteuropa“ zu sein.

Niedrige Kosten und enge Verbindungen zu Westeuropa

Die Ukraine präsentiert die niedrigsten IT-Lohnkosten Europas. Mit 50% jährlichem Umsatzwachstum ist die ukrainische IT-Industrie eine der dynamischsten Branchen Europas. Durch ihren visafreien Reiseverkehr mit der EU – wer schon einmal mit den asiatischen IT-Regionen zusammengearbeitet hat, weiß dies zu schätzen – bietet sich die Ukraine als kostengünstige und praktische Alternative an. Ähnlich wie in Indien hat die Politik die Zeichen der Zeit erkannt und unterstützt massiv den Ausbau der ukrainischen Ausbildungskapazitäten: Rund 6,5 % des ukrainischen Bruttosozialproduktes fließen in die Bildung – das entspricht den Werten in Schweden oder Norwegen.

Die IT-Branche ist schon heute auf Erfolgskurs

Der Nachschub an gut ausgebildeten Softwareentwicklern aus den Universitäten steigt so seit Jahren immens an, eine lebendige Szene junger, gut ausgebildeter und ambitionierter Technologie-Profis hat sich gebildet. Insbesondere in Simferopol auf der Krim ist man dabei guter Dinge: Abseits der Epizentren der ukrainischen IT-Szene arbeiten die Softwareentwickler hier in angenehmer Umgebung und fern von Smog und Verkehrskollaps der Großstädte. Gerade für die erfahreneren Softwareentwickler - oft mit junger Familie – ist dies ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für einen Arbeitgeber. Und der Weg zum Kunden ist auch nicht weit: Frankfurt liegt nur 2,5 Flugstunden von Simferopol entfernt, per Direktflug mit Ukraine International Airlines.

Nearshoring statt Offshoring: Das beste aus beiden Welten kombinieren

Ein genauer Blick auf die erfolgreichste Offshore-Destination Indien verdeutlicht, dass die Lohnkosten dort längst nicht mehr wirklich günstig sind: Die Second-Movers betreten jetzt die internationale IT-Bühne. Sie tun es mit großem Vorteil, denn sie haben aus den Erfahrungen der IT-Welt in Asien bereits viel gelernt und das Businessmodell „Global Sourcing“ an sich ist allgemein akzeptiert. Nearshoring bietet nun für europäische Kunden eine intelligente Alternative, um niedrige Lohnkosten mit ausgereiften Businesskonzepten zu verbinden. 

Die Ukraine kombiniert das bisherige asiatische Lohnniveau ideal mit geografischer und kultureller Nähe zu Europa: Die Begeisterung für die Orientierung nach Europa ist vor Ort in den Universitäten, den Unternehmen und auf den Märkten zu spüren. Die Wirtschaftsbeziehungen mit den europäischen Ländern – und hier insbesondere mit Deutschland – nehmen gerade im Bereich der IT deutlich Fahrt auf. Und wie damals, als in Indien ein neuer Produktionsstandort für die globale Wirtschaft entstand, profitieren im Westen diejenigen, die die Zeichen einer neuen IT-Destination erkennen. Willkommen!

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